Und nächste Woche kümmern wir uns mal um Teamentwicklung



Vermutlich hat bereits jeder die Erfahrung gemacht – als Führungskraft, MitarbeiterIn oder professioneller Begleiter. Der Arbeitsalltag lässt kaum Zeit dafür, die Performance des eigenen Teams zu reflektieren und Anstrengungen zur Verbesserung zu unternehmen.

Der übliche Ausweg: Es werden ein- oder zweitägige Veranstaltungen mit Eventcharakter für die Teamentwicklung geblockt. 

Sind diese Veranstaltungen gut vorbereitet und durchgeführt, bespricht und verabredet man die Herausforderungen, die sich stellen. Ziele, die man sich gemeinsam vornimmt. Wege, um sie zu erreichen. Vielleicht noch Werte und Spielregeln für ein gutes Miteinander. Idealerweise ist genügend Raum für Socializing vorgesehen, das gute Gespräch in vertrauter Runde oder gemeinsame Aktivitäten, um den Teamgeist zu stärken. 

Selbstverständlich stelle ich den Sinn solcher Teamentwicklungsformate nicht in Abrede. Ganz im Gegenteil: Sie sind notwendiger denn je in Corona-Zeiten. 

Worauf ich jedoch aufmerksam machen möchte: Es kommt entscheidend darauf an, Teamentwicklung als dauerhafte, lebendige Aufgabe zu begreifen, die jeden Tag parallel zum geschäftlichen Handeln stattfindet und professionell gestaltet werden will. 

Ganz deutlich wird dieser Punkt, wenn wir auf die Entwicklung beispielsweise von Sportmannschaften schauen. 

Was sie auszeichnet: Sie messen sich regelmäßig mit ihren Wettbewerbern und erhalten über die Spielergebnisse klare Feedbacks zu ihrer Performance. Zwischen den Spieltagen nutzen sie die Trainingszeit ganz gezielt, um sich als Team erfolgreich weiterzuentwickeln.

Was fällt auf? Spielbetrieb = operatives Handeln, und Trainingsbetrieb = Raum für Reflexion, um die eigenen Leistungen kritisch zu analysieren und gezielt Verbesserungen anzustoßen, sind auf das engste miteinander verknüpft.

Der Sinn eines solchen Vorgehens dürfte von keinem interessierten Beobachter ernsthaft hinterfragt werden. Die meisten Fans hätten sicher tiefe Sorgenfalten, wenn sie feststellen würden, dass der Trainingsbetrieb eingestellt wurde. 

Umso bemerkenswerter ist, dass diese Logik in Unternehmen nicht in dem Maße zum Tragen kommt. Ich bin davon überzeugt, dass starke Teams in Organisationen besonders dann entstehen, wenn ihre Entwicklung als permanente Führungsaufgabe angegangen wird.

Im nächsten Blog erfahrt ihr, was wir von “großen” Sportteams für die Team- und Organisationsentwicklung lernen können und welche Rolle ein bekannter deutscher Fußballtrainer dabei spielt.

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